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25.11.2016   |   Abrechnung

Abrechnung: Behandlung nach Tätowierungen, Piercings und medizinisch nicht indizierten ästhetischen OPs

Britta Schwarz ist 29 Jahre alt und GKV-versichert. Sie hat sich neulich ein Tattoo am rechten Arm stechen lassen und kommt deshalb in die Hausarztpraxis.

Fall 1: Es sind medizinische Komplikationen aufgetreten; die Tattoo/Piercing-Wunde hat sich entzündet und eitert. Es muss ein Salbenverband angelegt werden.

Fall 2: Frau Schwarz ist unzufrieden mit dem Aussehen des Tattoos und möchte es wieder entfernen lassen.

Wie rechnen Sie hier korrekt ab?

Fall 1: So gehen Sie vor:

  • Lesen Sie die eGK ein, und rechnen Sie über Krankenkasse ab.
  • Diese legt im Laufe bzw. nach Abschluss der Behandlung fest, ob sich Frau Schwarz an den Kosten zu beteiligen hat.
  • Deshalb müssen Sie die Krankenkasse über die Behandlung informieren. Dafür genügt die Eingabe des ICD-10-Codes in der Praxissoftware: 
    U69.10G „Andernorts klassifizierte Krankheit, für die der Verdacht besteht, dass sie Folge einer medizinisch nicht indizierten ästhetischen OP, einer Tätowierung oder eines Piercings ist“
  • Abrechnen können Sie die GOPs 03000 und 02300 oder bei 3 persönlichen Arzt-Patienten-Kontakten die GOP 02310 1x im Behandlungsfall.

Fall 2: Das ist eine IGeL, die nach GOÄ abgerechnet wird und von der Patientin aus eigener Tasche zu zahlen ist. Denken Sie an einen schriftlichen Behandlungsvertag, den Frau Schwarz vorab unterschreiben muss. 

Wollen Sie immer aktuell informiert sein? Dann klicken Sie hier für mehr Informationen: "Arztpraxis - Abrechnung - GOÄ und EBM sicher und vollständig abrechnen".


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