arztpraxis.com

22.04.2014   |   Abrechnung

Aus Arztpraxis ABRECHNUNG: So rechnen Sie Aufträge richtig ab!

Im Praxisalltag herrscht immer wieder Unklarheit über den richtigen Umgang mit so genannten Aufträgen. Ein Auftrag in der vertragsärztlichen Versorgung ist eine Überweisung mit Definition der Leistungen nach Art und Umfang (Definitionsauftrag) oder eine Indikationsangabe mit Empfehlung der Methode (Indikationsauftrag). Beispiele:

  • Auftragsleistung an Radiologie:"MRT Schädel" oder "Röntgen Thorax". Indikationsauftrag an Radiologie: "V. a. Hirnblutung, MRT erbeten"
  • Auftragsleistung an Kardiologie: "Echokardiographie", Indikationsauftrag an Kardiologie: "AusschlussHerzinsuffizienz, Echo erbeten"

In beiden Fällen wäre auf dem Überweisungsschein "Zielauftrag" anzukreuzen. Für den Indikationsauftragkäme auch "Konsiliaruntersuchung"zum Ankreuzen in Frage. Insofern sind die beiden Begrifflichkeiten eher akademischerNatur.

Beachten Sie zusätzlich:

  • Für die Erbringung von Zielaufträgen sind keine Versichertenpauschalen abrechnungsfähig,
  • gegebenenfalls können zusätzlich zur Auftragsleistung und zur GOP01436 aber Berichte und Porto abgerechnet werden. Berichte nach GOP 01600 sind abrechnungsfähig, wenn der Auftrag im Zusammenhang mit einer Untersuchung steht und der Patient der Übermittlung der Befunde zugestimmt hat.
  • Besteht der Auftrag aus einer Leistung des Anhang 1 EBM (Verzeichnis der nicht gesondert berechnungsfähigen Leistungen), können Sie Ihre Versichertenpauschale abrechnen, diese wird in ihrem Wert aber um 50 Prozent gemindert (Allgemeine Bestimmungen 2.1.6 des EBM).    

Für weitere Informationen zu "Arztpraxis - Abrechnung - GOÄ und EBM sicher und vollständig abrechnen" klicken Sie bitte hier.  


Diesen Artikel empfehlen:
© arztpraxis.com    |   entwickelt von: L.N. Schaffrath DigitalMedien GmbH