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27.05.2015   |   Abrechnung

Aus ARZTPRAXIS ABRECHNUNG: So rechnen Sie Pricktests nach GOÄ korrekt ab

Anders als der EBM enthält die GOÄ für die Allergiediagnostik keine Komplexleistungen. So können Pricktestungen je nach Anzahl der Tests mit den GOÄ-Nrn. 385 bis 387 abgerechnet werden und die davor erforderlichen Untersuchungen zusätzlich mit der Ziffer 5, 6, 7 oder 8. Was Sie dabei beachten sollten:

  • Mehr als 80 Pricktests sind je Behandlungsfall (Monat) nicht berechnungsfähig.
  • Die Kosten für die Materialien sind mit den Leistungen abgegolten.
  • Die allgemeinen ärztlichen Dokumentationspflichten sind auch ohne Vorliegen einer eigenen Berichtspflicht einzuhalten.
  • Das Erstellen eines Allergiepasses können Sie mit der GOÄ-Nr. 76 analog berechnen.
  • Falls der Patient älter als 35 Jahre ist, nutzen Sie am besten die Möglichkeit der Gesundheitsuntersuchung nach GOÄ-Nr. 29 zur Abrechnung der Anamneseerhebung, des Ganzkörperstatus und der Beratung.

GOÄ-Nr.

Leistung

Wert 2,3-fach

385

Pricktest, je Test (1. bis 20. Test je Behandlungsfall)

6,03 €

386

Pricktest, je Test (21. bis 40. Test je Behandlungsfall)

4,03 €

387

Pricktest, je Test (41. bis 80. Test je Behandlungsfall)

2,69 €

76

Erstellen eines Allergiepasses, analog Nr. 76

9,38 €

Diese Leistungen kommen ggf. zusätzlich infrage:

  • Lungenfunktionsprüfungen (falls die Pricktests z. B. bei allergischem Asthma erfolgen) nach 605, 605a und 608 (Peak-Flow-Messung)
  • Laboruntersuchungen nach den Nrn. 3571 und 3572 (Laborgemeinschaft)

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