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18.06.2013   |   Kommentar

Aus ARZTPRAXIS - DER CHEFBRIEF: Ärger um IGeL-Studie

Eine Umfrage der Verbraucherzentralen brachte die IGeL wieder einmal in die (negativen) Schlagzeilen. DER CHEFBRIEF (für weitere Infos hier klicken) berichtete: Im Einzelnen ergaben die Antworten der 1.734 Befragten folgendes Bild:

  • 17 % der Patienten gaben an, sie hätten von sich aus den Arzt nach IGeLn gefragt, 82 % sagten, sie seien in der Praxis angesprochen worden, und zwar 50 % durch den Arzt,
  • 41 % durch das Praxispersonal und 8 % durch Arzt und Personal.
  • 71,8 % sagten, sie seien vorab über die Kosten aufgeklärt worden,
  • 53,3 % über den Nutzen der IGeL und 23,4 % über die Risiken.
  • 42 % fanden, sie hätten nicht genug Bedenkzeit gehabt, und
  • 60 % berichteten, sie hätten keinen Kostenvoranschlag erhalten, obwohl
  • 50 % sagten, sie mussten eine schriftliche Vereinbarung unter-
  • schreiben.
  • Erstaunliche 20 % gaben an, sie hätten keine Rechnung erhalten.

Der Tenor der Verbraucherschützer war klar: Die Ärzte würden das Patientenvertrauen ausnutzen, wenn sie vom Helfer zum Verkäufer würden, und es solle eine gesetzliche Regelung geben, die zur besseren Information und Aufklärung (auch über die Kosten) verpflichte.

Der Rat von DER CHEFBRIEF: Wenn Sie IGeL anbieten, von deren Nutzen Sie überzeugt sind, sollten Sie sich an die Regeln halten, die im Beschluss des 109. Deutschen Ärztetages aufgestellt wurden: Vor jeder IGeL sollten

  • eine umfassende Aufklärung ohne jeglichen Druck,
  • eine schriftliche Honorarvereinbarung
  • und eine angemessene Bedenkzeit stehen und danach
  • selbstverständlich eine korrekte Rechnung ausgestellt werden.

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