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23.05.2015   |   Praxismanagement

Polieren Sie das Image Ihrer Praxis mit einem Film auf

Laut einer Umfrage des Berufsverbands Deutscher Internisten informieren sich 63 % der Patienten vor einem Arztbesuch über die Praxis im Internet. Wenn Ihre Praxis über eine Homepage mit interessanten Texten und ansprechenden Bildern verfügt, bieten Sie Ihren Patienten einen hilfreichen Service. Noch lebendiger wird Ihre Website, wenn Sie einen Imagefilm einbinden.

Stellen Sie das Praxisteam vor

Bieten Sie den Besuchern Ihrer Website einen virtuellen Rundgang durch Ihre Praxisräume. Stellen Sie das Team vor und zeigen Sie Ihr Leis tungsspektrum. Die Mitarbeiter sollten im Mittelpunkt des Films stehen und auch zu den Zuschauern am Bildschirm sprechen. Das verleiht dem Film etwas Menschliches, den sogenannten "human touch". So ein Vorstellungsvideo dauert in der Regel drei Minuten.

Praxis-Tipp: Bieten Sie neben einem Imagefilm auch Aufklärungsvideos auf Ihrer Website an. Darin können Sie Behandlungsmethoden vorstellen und Krankheiten erklären, z. B.: Was passiert im Körper bei einer Grippe? Diese Videos spielen Sie auch im Wartezimmer-TV ab.

Holen Sie sich professionelle Unterstützung

Denken Sie daran: Mit einem Imagefilm möchten Sie neue Patienten für Ihre Praxis werben. Daher ist es wichtig, dass das Ergebnis stimmt. Der Film soll überzeugen. Das ist mit selbstgemachten Videos kaum zu erreichen. Wenn Sie eine Produktionsfirma beauftragen, liegen die Kosten in etwa zwischen 1500 und 5000 Euro für ein Skript, den Drehtag sowie Schnitt und Ton.

Bevor Sie sich jedoch an eine Produktionsfirma wenden, sollten Sie sich im Team zusammensetzen. Überlegen Sie, welche Zielgruppe Sie mit dem Imagefilm ansprechen und welche Inhalte Sie vermitteln möchten. Danach beraten Sie sich mit der Produktionsfirma, inwiefern sich Ihre Ideen umsetzen lassen.

So planen Sie den Drehtag

Für einen Imagefilm benötigen Sie in der Regel einen Drehtag. Legen Sie diesen idealerweise auf einen Samstag. So wird das Team nicht durch Anrufe und unangekündigte Besuche von Patienten gestört. Alle Personen, die im Film zu sehen sind, müssen damit einverstanden sein.

Jeder besitzt seine eigenen Bildrechte. Holen Sie also die Genehmigung aller Mitarbeiter und - falls zu sehen - der Patienten ein. Ansonsten dürfen Sie den Film nicht im Internet veröffentlichen.

Sichern Sie sich zudem von der Produktionsfirma die Rechte, das Video verwenden zu können. Verlangen Sie von der Firma auch, den Film in HD-Qualität zu produzieren und GEMA-freie Musik zu verwenden. Sie müssen sonst Lizenzen erwerben. Wichtig ist auch, dass alle Teilnehmer am Drehtag auf Kleidung mit knalligen Farben und schrillen Mustern verzichten. Diese könnten im Film flimmern.

Zudem gilt: Nase pudern ist ein Muss - auch für den Praxischef oder die Praxischefin.

Vorsicht: Wenn Sie einen Film drehen, sollten Sie das Heilmittelwerbegesetz (HWG) im Auge behalten. Solange Sie nur Imagewerbung machen, ist es Ihrem Praxischef beispielsweise erlaubt, sich im weißen Kittel filmen zu lassen. Lassen Sie in Ihrem Film Patienten jedoch nicht von ihren Krankengeschichten berichten.


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