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02.07.2012   |   Recht

Abschaffung der Praxisgebühr gescheitert

Die Praxisgebühr bleibt vorerst erhalten

Der Vorstoß Hamburgs für eine Abschaffung der Praxisgebühr ist gescheitert. Er fand am Donnerstag bei der Gesundheitsministerkonferenz der Länder nicht die nötige Zustimmung. Der Antrag wurde von zehn Ländern unterstützt. Bayern, Sachsen, Niedersachsen, Berlin und das Saarland lehnten ihn ab. Gegen die Praxisgebühr sprechen laut der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) vor allem der hohe finanzielle und zeitliche Aufwand für die Praxen.

Hohe Kosten für die Praxen

Nach dem Scheitern eines Vorstoßes hat die KBV die enormen Kosten durch die Abgabe kritisiert. "In den Praxen der niedergelassenen Ärzte entstehen jedes Jahr allein durch den Einzug 360 Millionen Euro an Bürokratiekosten", sagte der KBV-Vorstandsvorsitzende Andreas Köhler der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Pro Praxis seien dies mehr als 4100 Euro.

Großer Zeitaufwand

Der Zeitaufwand für die Bearbeitung der Praxisgebühr sei zu hoch. "Aktuell wendet jeder niedergelassene Arzt und sein Praxisteam jährlich rund 120 Stunden auf, um die Praxisgebühr einzubehalten und zu quittieren", sagte Andreas Köhler. "Diese Zeit brauchen die Kolleginnen und Kollegen dringend für die Versorgung der Patienten." (dpa)


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