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31.07.2012   |   Recht

Bundesrat will Leistungen für Selbstzahler-Patienten reglementieren

Der Ruf, individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) stärker zu reglementieren, wird lauter.

Für IGeL soll es nach dem Willen des Bundesrates strengere gesetzliche Regelungen geben. So sollen Ärzte ihre Patienten vor Beginn der Behandlung "in Textform" darüber informieren, warum ihre Krankenkasse die Behandlungskosten nicht oder nur teilweise übernimmt.

So soll es PatientInnen erleichtert werden, den Bedarf, die Qualität und den Nutzen sowie damit einhergehend die Angemessenheit der Leistung sowie der entstehenden Kosten zu beurteilen.

Die Bundesregierung hatte am Montag die staatliche Förderung von Marketingseminaren für den Verkauf von IGeL-Leistungen bestätigt, nach lautstarker Kritik daran aber eine Überprüfung dieser Praxis angekündigt.

Die Vorstandsvorsitzende des Ersatzkassenverbandes vdek, Ulrike Elsner, plädierte für "eine strikte Aufklärungspflicht des Arztes gegenüber dem Patienten sowie eine ausreichende Zeit zur Prüfung solcher Angebote durch den Patienten". (dpa)


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