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27.04.2014   |   Recht

Kassen müssen freie Medikamente nicht bezahlen

Nach einem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts sind Krankenkassen nicht dazu verpflichtet, die Kosten für nicht verschreibungspflichtige Medikamente zu übernehmen. Denn die Belastung der Versicherten stehe in einem angemessenen Verhältnis zu dem Ziel, die Kosten im Gesundheitswesen zu dämmen.

Der Fall: Ein Patient mit einer chronischen Atemwegserkrankung in dauerhafter Behandlung bekommt von seinem Hausarzt ein Medikament verschrieben, das im Monat 28,80 Euro kostet. Die Krankenkasse lehnte eine Übernahme der Kosten trotz ärztlicher Verschreibung ab.

Die Rechtslage: Der Ausschluss verschreibungsfreier Medikamente aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherungen sei mit dem Grundgesetz vereinbar, entschied das Bundesverfassungsgericht. Zumutbare Eigenleistungen der Versicherten könnten verlangt werden. Zudem sei gewährleistet, dass für Medikamente, die als Therapiestandard bei schwerwiegender Erkrankung anerkannt sind, die Krankenkasse ausnahmsweise die Kosten übernimmt. (dpa)


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