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17.04.2014   |   Steuern

Steuertipp für Ärzte: Arbeiten in Ihrem Privathaushalt finanziert das Finanzamt mit

In der warmen Jahreszeit gibt es in Haus und Garten viel zu tun: die Bäume und Hecken zurückschneiden, den Zaun oder die Terrasse reparieren, eine Markise anbringen, die Fenster mal wieder gründlich putzen … das alles können Sie als Praxisinhaber/in aber kaum allein neben Ihrem Praxisbetrieb schaffen.

Die gute Nachricht ist: Das müssen Sie auch gar nicht. Wenn Sie nämlich Profis für diese Arbeiten engagieren, übernimmt das Finanzamt einen Teil der Kosten dafür.

  • Fensterputzen beispielsweise gilt als „haushaltsnahe Dienstleistung“. 20 % der Kosten, die Ihnen dafür entstehen, können Sie bei der nächs- ten Steuererklärung von Ihrer Einkommensteuer abziehen, und zwar bis zu einem Höchstbetrag von 4.000 Euro pro Jahr.
  • Als „haushaltsnahe Dienstleistung“ können Sie sich auch die Inanspruchnahme eines Wasch- und Bügelservice oder eines Hausmeisterdienstes vom Fiskus mitfinanzieren lassen.
  • Für Handwerkerleistungen (z. B. Baumschnitt, Anbringung Markise usw.) gibt es ebenfalls 20 % Steuerermäßigung, allerdings bis zu einem Höchstbetrag von 1.200 Euro (das entspricht Ausgaben für die Handwerkerleistungen von 6.000 Euro).

Beachten Sie aber:

  • Den Steuerabzug bekommen Sie nur für die Kosten der Arbeitsleistung. Das Material (z. B. die Pflastersteine für die Terrasse) bleibt außen vor.
  • Sie dürfen die Arbeiten nicht bar bezahlen, sondern müssen das per Überweisung auf das Konto des Leistungserbringers tun und die Belege aufbewahren (§ 35a EStG).

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