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25.06.2017   |   Arzt News

Das Smartphone als Sportpartner - Fitness-Apps sorgfältig auswählen

Sich vom Smartphone sportlich auf Zack bringen lassen - das geht mit verschiedenen Fitness-Apps. Grundsätzlich sind die Anwendungen für jeden geeignet, sagt Urs-Vito Albrecht vom Peter L. Reichertz Institut für Medizinische Informatik an der Medizinischen Hochschule Hannover. "Doch sollte insbesondere bei Vorerkrankungen und gesundheitlichen Einschränkungen das Trainingsprogramm gemeinsam mit dem Arzt abgestimmt und durch ihn begleitet werden."

Beim Training selbst ist in der Regel niemand dabei, der im Notfall oder bei Fehlern eingreifen kann. Die App kann zwar unter Umständen Puls, Atemfrequenz und Bewegung aufzeichnen. Die Verlässlichkeit der Daten hängt aber stark von der Qualität der Sensoren ab, sagt Albrecht. Soweit, dass die Anwendung auch die korrekte Ausführung der Übungen überwacht, ist es ohnehin noch nicht. Deshalb ist es wichtig, auf die Signale seines Körpers zu hören, Grenzen zu erkennen und sich weder zu überschätzen noch zu überfordern.

Apropos Aufzeichnung: Gesundheitsdaten sind für viele interessant - von Versicherungen bis hin zu potenziellen Arbeitgebern. "Wenn Daten in die falschen Hände geraten, kann das gravierende Folgen für den Nutzer haben", warnt Albrecht. Deshalb sollte man vor der Installation prüfen: Weiß man eigentlich, was die App mit den Daten macht? Sind die Mitteilungen des Herstellers plausibel? Garantien gibt es nicht.

Deshalb kommt es auch darauf an, eine seriöse App zu nutzen. Ob dies der Fall ist, erkennt man unter anderem daran, ob der Anbieter transparent macht, was die Anwendung kann - und was nicht. "Fehlen Angaben zur Datenaufzeichnung, Speicherung und Verwendung, ist die Vertrauenswürdigkeit fraglich", so Albrecht. dpa


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