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22.06.2014   |   Arzt News, Patientenbetreuung

Epilepsie und Führerschein - Informieren Sie Ihre Patienten

Für Epilepsie-Patienten hat die Bundesanstalt für Straßenwesen 2009 feste Richtlinien aufgestellt. Informieren Sie Ihre Epilepsie-Patienten rechtzeitig darüber.

Zu den Richtlinen für Epilepsie-Patienten im Straßenverkehr gehören:

Fahrschule: Die Straßenverkehrsbehörden fragen im Antragsformular für einen Führerschein nach chronischen Krankheiten und Epilepsie.

Epileptiker sollten wahrheitsgemäß antworten und am besten das Attest eines Facharztes beilegen. Die Behörden entscheiden dann, ob ein weiteres Gutachten erforderlich ist.

Erster Anfall: Nach einem ersten epileptischen Anfall muss ein Arzt feststellen, ob es ein Gelegenheitsanfall war oder ob es sich um eine beginnende Epilepsie handelt.

Einmaliger Anfall: Bei einem ersten, einmaligen Anfall ohne Verdacht auf Epilepsie wird der Führerschein für mindestens sechs Monate kassiert.

Epilepsie: In der Regel dürfen Epileptiker nicht am Steuer eines Autos sitzen. Ausnahme: Mindestens ein Jahr ohne Anfall, auch bei Medikamenteneinnahme - und keine Nebenwirkungen von Therapien, die Probleme beim Fahren machen könnten.

Epilepsie ohne Medikamente: Bei einer langjährigen Epilepsie, gegen die keine Medikamente wirken, erhält ein Autofahrer seinen Führerschein erst nach mindestens zwei Jahren ohne Anfall zurück.

dpa


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