arztpraxis.com

09.07.2017   |   Arzt News, Patientenbetreuung

Epileptiker klären Berufswahl besser mit dem Arzt ab

Jugendliche mit Epilepsie sollten mit ihrem Arzt über ihre Berufswahl sprechen. Gibt es durch die Krankheit Einschränkungen, kann dieser eine Einschätzung abgeben, ob Betroffene den Beruf trotzdem ausüben können, erklärt Klaus Göcke von der Deutschen Epilepsievereinigung. Grundsätzlich könnten Epileptiker zwar fast jeden Beruf ausüben. Das gilt etwa, wenn Betroffene tagsüber arbeiten wollen, ihre Anfälle aber ausschließlich nachts
haben. Das Krankheitsbild sei aber von Person zu Person sehr verschieden.
 
Nach dem Berufsstart suchen Anfänger am besten möglichst rasch das Gespräch mit dem Arzt. «Der kann wertvolle Tipps zur Arbeitsplatzgestaltung geben», erklärt Göcke. Arbeitnehmer müssen sich dabei keine Sorgen machen, dass der Betriebsarzt dem Arbeitgeber von der Krankheit erzählt. Er ist zum Stillschweigen verpflichtet.
 
Der Arzt kann aber mit dem Beschäftigten eine Arbeitsplatzbegehung machen und prüfen, inwiefern der Arbeitsplatz an die Bedürfnisse des Mitarbeiters angepasst werden muss. So können Schutzvorrichtungen an Geräten sinnvoll sein, die im Fall eines Sturzes während eines Unfalls die Verletzungsgefahr minimieren. dpa


Diesen Artikel empfehlen:
© arztpraxis.com    |   entwickelt von: L.N. Schaffrath DigitalMedien GmbH