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28.07.2014   |   Arzt News, Praxisleitung, Recht

Medizinstudent darf über Behandlungsrisiken aufklären

Die Aufklärung über die Risiken eines Eingriffs kann auch durch einen Medizinstudenten im sogenannten Praktischen Jahr erfolgen. Das berichtet die "Monatsschrift für Deutsches Recht" (Heft 9/2014) unter Berufung auf ein Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Karlsruhe. Nach Auffassung der Richter ist allerdings Voraussetzung, dass der Student einen entsprechenden Ausbildungsstand hat und die Aufklärung unter Anleitung, Aufsicht und Verantwortung des ausbildenden Arztes erfolgt (Az.: 7 U 163/12).  

Das Gericht wies mit seinem Urteil die Klage eines Patienten ab. Der Kläger musste sich einer Herzkatheteruntersuchung unterziehen. Das entsprechende Aufklärungsgespräch führte allerdings nicht der behandelnde Arzt, sondern eine Medizinstudentin im Praktischen Jahr. Der Kläger meinte später, damit sei die Aufklärung nicht ordnungsgemäß und seine Einwilligung in die Untersuchung rechtlich unerheblich gewesen. dpa


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