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28.12.2015   |   Arzt News

Onkologe: Noch nicht überall gleiche Standards bei Sterbebegleitung

Der Potsdamer Onkologe Georg Maschmeyer hat sich dafür ausgesprochen, ambulante und stationäre Sterbebegleitung gleichermaßen zu fördern. Maschmeyer sagte der Deutschen Presse-Agentur, grundsätzlich seien die beschlossenen Verbesserungen für die Betreuung sterbender Menschen zu Hause, in Heimen oder im Krankenhaus zu begrüßen. Allerdings dürften dann beispielsweise die Mittel für den Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung in dünner besiedelten Landstrichen "nicht im Bereich stationärer Versorgung wieder eingespart werden".

Aus Sicht des Palliativ- und Krebsmediziners Maschmeyer hat das System bisher noch nicht die notwendige Qualität. So seien die Standards in der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung (SAPV) auf dem Land durchaus unterschiedlich. "Da kann es vorkommen, dass speziell ausgebildete Palliativpflegekräfte Patienten zu Hause betreuen, aber nur zwischen 08.00 Uhr und 16.00 Uhr - während nachts und am Wochenende Aushilfskräfte zum Einsatz kommen. Die Patienten werden dann wieder ins Krankenhaus geschickt, weil zum Beispiel die Schmerzbehandlung nicht ausreicht."

Zum 1. Januar tritt das Hospiz- und Palliativgesetz in Kraft, das neben einer besseren Betreuung sterbender Menschen vor allem auch den Ausbau der Versorgung in der Fläche vorsieht. dpa


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