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24.08.2014   |   Arzt News, Arzthelferin/MFA News, Recht

Wenn Eltern kranken Kindern die Behandlung verwehren ...

Schon mehrfach haben Eltern aus religiösen Gründen schwer kranken Kindern eine notwendige medizinische Behandlung verwehrt. In London stirbt 2012 ein fünf Monate alter Junge an einer Knochenerweichung als Folge von Vitaminmangel. Die Eltern als Anhörige der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten hatten aus religiösen Gründen eine medizinische Behandlung abgelehnt. Sie werden im Februar 2014 wegen Totschlags zu zwei beziehungsweise drei Jahren Haft verurteilt. Ein elfjähriges Mädchen im US-Bundesstaat Wisconsin stirbt 2008 an einer nicht behandelten Diabetes. Seine streng gläubigen Eltern hatten für das schwer kranke Kind gebetet, statt mit ihm zum Arzt zu gehen. Ein Gericht verurteilt sie, sechs Jahre lang jeweils 30 Tage jährlich im Gefängnis verbringen. Eine 38-jährige Deutsche und ihr französischer Ehemann werden 2001 im französischen Pau zu jeweils sechs Jahren Haft verurteilt.

Die Mitglieder der Sekte "Thabitas's Place" ließen laut Gericht 1997 ihren 18 Monate alten Sohn sterben. Entgegen der Empfehlung der Ärzte konnte das Kind mit einem angeborenen Herzfehler nicht operiert werden. Der Leiter einer Sekte, deren Anhänger medizinische Hilfe ablehnen und auf Wunderheilung hoffen, stirbt 1984 im US-Staat Indiana an den Folgen einer Herzkrankheit und Lungenentzündung - ohne sich vom Arzt behandeln zu lassen. Er war wenige Wochen zuvor unter anderem wegen Beihilfe zur fahrlässigen Tötung angeklagt worden, nachdem eine 15-Jährige gestorben war, deren Eltern der Sekte angehörten. Sie hatten eine medizinische Behandlung ihrer Tochter abgelehnt. dpa


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