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18.10.2016   |   Abrechnung

Abrechnung: News und Kurztipps zum Beginn des 4. Quartals 2016

Hier ist noch einiges, das Sie zum Quartalsbeginn wissen sollten bzw. umsetzen können:

1. Verschenken Sie kein Geld: Rechnen Sie Fax-/Kopie- und Portokosten bei Privatpatienten ab!

In erstaunlich vielen Praxen werden Kosten für Faxe, Kopien und Porto bei Privatpatienten nicht abgerechnet, weil es für diese Leistungen in der GOÄ keine Gebührenordnungsnummer gibt. Das aber ist kein Grund, Geld zu verschenken, das der Praxis als Ersatz für ihre Auslagen zusteht. Spätestens in diesem Quartal sollten Sie damit aufhören!

Es ist auch ganz einfach, diese Kosten abzurechnen:

Sie legen in der Praxissoftware Sachkostenziffern an und berechnen

  • für das Porto das jeweils gültige Briefporto, je nach Größe und Gewicht des Briefes, z. B. 70 Cent oder 1,45 Euro.
  • für eine Kopie den Preis, den der Patient im Copy-Shop zahlen müsste, bzw. das, was im Patientenrechtegesetz dafür festgelegt wurde, nämlich 50 Cent. Wenn Sie mehrere Kopien für den Patienten machen, tragen Sie die entsprechende Anzahl ein.
  • für ein Fax ebenfalls 50 Cent (rein technisch entspricht es ja einer Kopie) oder Sie lehnen sich bei der Bewertung an den EBM an, dort ist die GOP 40120 mit 55 Cent bewertet.

Auch wenn das auf den ersten Blick keine großen Posten sind, im Laufe eines Quartals oder Jahres summieren sie sich zu nicht unerheblichen Beträgen.

2. Polizeibeamte in NRW bekommen nun eine KVK

Die Polizeibeamten des Landes NRW erhalten eine Krankenversichertenkarte (KVK), die den bisherigen Papierkrankenschein ablöst. Die Karte enthält Personalien des Patienten und deren Personalnummer. Bitte lesen Sie die KVK einmal im Quartal ein, sie dient als Grundlage für die Abrechnung der Leistungen, wie auch für das Ausstellen weiterer Formulare, etwa Überweisungen oder Verordnungen.

Die elektronische Gesundheitskarte, wie sie für Primär- und Ersatzkassen ausgegeben wird, steht derzeit den Versicherten der sogenannten „Sonstigen Kostenträger“ noch nicht zur Verfügung.

3. Praxen in Bayern können noch bis Jahresende 1.000 Euro Fördergeld für die Einführung von KV-SafeNet bekommen

Das KV-SafeNet-Förderprogramm soll die KVB-Mitglieder dazu motivieren, das Online-Angebot der KVB und die Kommunikation untereinander über die sichere Anbindungsvariante KV-SafeNet stärker wahrzunehmen. Noch bis 31.12.2016 können die Praxen daher den Zuschuss beantragen, der die Kosten ausgleichen soll, die den Praxen bei der Anschaffung und dem Erhalt der notwendigen Technik entstehen. Weitere Informationen gibt es hier.

4. KV-Ident in Baden-Württemberg läuft aus

Die KV-Ident-Karte hat ausgedient, ihr Einsatz endet spätestens bis Jahresende 2016. Die Bestellung neuer Karten ist schon seit Januar 2016 nicht mehr möglich. Praxen, die über keine gültigen Karten mehr verfügen, müssen sich zwischen den Lösungen KV-SafeNet oder der Einplatzlösung KV-Ident-Plus entscheiden. Steigen Sie also frühzeitig um, damit zum Jahresende durch die Umstellung keine Hektik in der Praxis aufkommt.

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