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26.06.2014   |   Abrechnung, Praxismanagement

Aus ABRECHNUNG EXAKT: die Diagnosestatistik und die Kombi-Statistik

Anhand der Diagnosestatistik sind Sie in der Lage, Aussagen zu Ihrer Patientenklientel zu machen und die Abrechnung für diese auf Vollständigkeit zu prüfen. Die Kombi-Statistik ist eine perfekte Ergänzung dazu.

So arbeiten Sie mit der Diagnosestatistik:

Diese Statistik gibt beispielsweise Aufschluss darüber, wie viele gesicherte chronische Diagnosen Sie haben oder wie viele Karzinompatienten. Damit können Sie kontrollieren, ob Sie genauso viele Chronikerkomplexe oder Zusatzpauschalen wie gesicherte Diagnosen haben. Ist dies nicht der Fall, müssen Sie aktiv werden und die Diagnosen mit den Chronikerkomplexen bzw. Zusatzpauschalen abgleichen, denn sonst geht Ihnen Honorar verloren.

Sie können auch überprüfen, wie viele Patienten Sie mit entsprechenden Diagnosen für die DMP-Programme haben und ob alle in das DMP-Programm eingeschrieben sind. Wenn z. B. in einer gynäkologischen Praxis 250 Patientinnen mit Mamma-Karzinom auf der Diagnoseliste erscheinen, dann sollten bei diesen 250 Patientinnen auch DMP-Ziffern abgerechnet sein, denn durch die DMPs gibt es zusätzliches Honorar außerhalb der Honorarbegrenzungen.

Und was bringt die Kombi-Statistik?

Mit ihr können sowohl Diagnosen als auch Abrechnungsziffern abgefragt und sämtliche Kombinationen geprüft werden, etwa

  • Diabetes mellitus + Laborausnahmekennziffer 32022,
  • Marcumartherapie + Laborausnahmekennziffer 32015,
  • Magen-Karzinom + onkologische Zusatzpauschale,
  • entsprechende Diagnose + DMP-Ziffern.

Allerdings gibt diese Statistik nur die Patienten an, die beide abgefragten Komponenten aufweisen, deshalb ist ein Gegenprüfen mit der Diagnosestatistik unerlässlich: Wenn Sie auf Ihrer Diagnosestatistik 550 Diabetiker haben, dann muss die Kombi-Statistik auch 550 Patienten mit der Diagnose und der Laborausnahmekennziffer 32022 aufweisen.

Da diese Statistiken mit den Namen der Patienten erstellt werden, müssen Sie nur die Diagnosestatistik und die Kombi-Statistik nebeneinanderlegen und die Patienten überprüfen, die nicht in der Kombi-Statistik erschienen sind. Das vereinfacht die Arbeit ganz erheblich.

 

Sie sehen: Jede Statistik hat ihren Sinn und Zweck. Für die optimale Abrechnung und komplette Ausschöpfung des Honorars sind alle Statistiken wichtig. Mein Rat: Beginnen Sie frühzeitig mit der Überprüfung der Abrechnung durch Statistikabfragen, denn sonst wird am Ende des Quartals die Zeit knapp.

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