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28.01.2015   |   Abrechnung

Aus ARZTPRAXIS ABRECHNUNG: eGK - So sieht das Ersatzverfahren 2015 aus

Mit der endgültigen Einführung der eGK zum 1. Januar 2015 und dem festgelegten Verfahren bei Nichtvorlage taucht automatisch die Frage auf: „Gibt es auch weiterhin ein Ersatzverfahren?“ Die Antwort lautet: Ja! Aber nur im ganz eng gefassten Rahmen, nicht, wenn ein Patient die eGK einfach nur vergessen hat (dann muss er wie beschrieben die eGK binnen 10 Tagen nachreichen, sonst bekommt er eine Privatrechnung).

Sie sind berechtigt, ein Ersatzverfahren durchzuführen, wenn

  • der Patient die Krankenkasse gewechselt hat, aber noch keine neue eGK vorliegt. Der Patient muss dann die „vorläufige eGK“ in Papier-form oder eine Mitgliedsbe-scheinigung der neuen Kran-kenkasse vorlegen.
  • die eGK verloren oder ge-stohlen wurde und noch keine neue ausgestellt ist. Auch in diesem Fall sollten Sie eine Mitgliedsbescheini-gung bei der Krankenkasse anfordern und kopieren.
  • die gültige eGK kaputt oder nicht lesbar ist,
  • das Lesegerät der Praxis defekt ist oder
  • beim Hausbesuch kein trag-bares Lesegerät vorhanden ist.

In all diesen Fällen übernehmen Sie alle Daten der eGK bzw. der vor-läufigen eGK oder der Mitgliedsbescheinigung der Krankenkasse in den PC, drucken einen Abrechnungsschein (Muster 5) aus und lassen den Patienten im vorgesehenen Feld unterschreiben.

Nicht vergessen: Kopien der genannten Versicherungsnachweise sollten an die Ersatzverfahren angehängt werden. Sie müssen mit den übrigen Abrechnungsunterlagen am Quartalsende der KV übersandt werden, damit Sie Ihr Honorar bekommen.

Wollen Sie immer aktuell informiert sein? Dann klicken Sie hier für mehr Informationen: "Arztpraxis - Abrechnung - GOÄ und EBM sicher und vollständig abrechnen".


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