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19.01.2014   |   Arzt News

Gegenvorschlag der BÄK zur Facharzt-Termingarantie: Die dringliche Überweisung

Viele gesetzlich Versicherte schimpfen, dass sie zu lange auf einen Termin beim Facharzt warten müssen. Die große Koalition will das durch eine „Termingarantie“ ändern - aber die Ärzteschaft kann sich mit ihrem Plan nicht anfreunden. Die Bundesärztekammer (BÄK) schlägt jetzt ein anderes Modell vor, und zwar die Einführung einer „dringlichen Überweisung“. Damit sollen Hausärzte ihre kranken Kassenpatienten schnell an einen Facharzt vermitteln können.

Der Vorstoß zielt darauf ab, die im schwarz-roten Koalitionsvertrag vereinbarte Termingarantie zu verhindern. Union und SPD wollen durchsetzen, dass Patienten in ein Krankenhaus gehen können, wenn sie nicht binnen vier Wochen einen Termin beim Facharzt erhalten. Sie haben im Koalitionsvertrag vereinbart, die Wartezeit auf einen Arzttermin für gesetzlich Versicherte deutlich zu verringern.

Zentrale Terminservicestelle

Laut Koalitionsvertrag sollen sich gesetzlich Versicherte künftig bei der Überweisung an einen Facharzt an eine zentrale Terminservicestelle bei der Kassenärztlichen Vereinigung wenden können. Diese soll innerhalb einer Woche einen Behandlungstermin vermitteln. „Für den Termin soll im Regelfall eine Wartezeit von vier Wochen nicht überschritten werden. Gelingt dies nicht, wird von der Terminservicestelle ein Termin - außer in medizinisch nicht begründeten Fällen - zur ambulanten Behandlung in einem Krankenhaus angeboten“, heißt es im Koalitionsvertrag. (dpa)


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