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27.05.2017   |   Arzt News, Arzthelferin/MFA News

Leisure Sickness vorbeugen: Wie man zum Urlaubsstart nicht krank wird

Für einige beginnt der Urlaub mit brummenden Schädel oder Halsschmerzen. Forscher nennen dieses Phänomen Leisure Sickness. Das lässt sich mit "Freizeitkrankheit" übersetzen. Besonders anfällig sind Menschen, die auf ihrer Arbeit unter Anspannung stehen und ein hohes Leistungsbedürfnis haben. Sie versuchen, durchzuhalten und diese Belastung auszuhalten. "Das bringt den Organismus dazu, dass er seine Reserven bereitstellt", erklärt der Psychologe Roland Raible aus Wangen (Baden-Württemberg).

Fällt die Belastung weg, müsse sich der Organismus nicht mehr anstrengen, erklärt Raible. Stresshormone, die den Körper vorher funktionieren ließen, werden nicht mehr ausgeschüttet. "Dann kann man in ein Loch fallen", sagt Prof. Thomas Löscher aus München. Mögliche Folgen können Müdigkeit, Kopf- oder Muskelschmerzen sein. Der Experte für Infektionskrankheiten nennt das "Stresswegfall-Reaktionen". Auch Infektionen sind möglich, meist in Form eher harmloser Erkältungen.

Um einen kranken Urlaubsstart zu vermeiden, empfiehlt Raible, regelmäßig Pausen bei der Arbeit einzulegen und nicht stundenlang am Stück durchzuarbeiten. Im Job sollte man zudem lernen, Belastungen zu erkennen und bewusst zu entspannen. Löscher rät: Wer verreist, sollte sich Zeit nehmen, um herunterzukommen. Starker Stress bis unmittelbar vor Reiseantritt sei nicht gut für den Körper, sagt er. "Lieber fährt man erst ein, zwei Tage nach Urlaubsbeginn weg." dpa


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