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19.03.2014   |   Arzthelferin/MFA News, Arzt News

Vorsorgevollmacht kann jederzeit widerrufen werden

Eine Vorsorgevollmacht kann jederzeit widerrufen oder geändert werden. Darauf weist die Notarkammer Pfalz hin. Die Voraussetzung: Der Vollmachtgeber muss noch geschäftsfähig sein. Der Widerruf muss gegenüber der in dem Dokument genannten bevollmächtigten Person ausgesprochen werden. Außerdem müssen alle Originale und Ausfertigungen der Vollmachtsurkunde vom Bevollmächtigten zurückverlangt werden, damit die Vollmacht nicht weiter verwendet werden kann.  

Gelingt es nicht, alle Vollmachten einzuziehen, kann eine Vollmacht in einem gerichtlichen Verfahren für kraftlos erklärt werden. Eine mündliche oder schriftliche Aufhebungserklärung an den beurkundenden Notar allein reicht nicht aus. Die Mitteilung des Widerrufs an den Notar empfiehlt sich dennoch, da dadurch verhindert wird, dass der Bevollmächtigte sich vom Notar eine neue Ausfertigung der Vollmacht ausstellen lässt.  

Wurde die Vollmacht im Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer registriert, ist es ratsam, den Widerruf ebenfalls darin eintragen zu lassen. Das Register wird bei der Bundesnotarkammer geführt. Die Vorsorgeurkunden können dort verwahrt werden, damit sie notfalls schnell gefunden werden. dpa


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